Aerodynamik | Geschwindigkeit steigern, Reichweite erweitern

Die Effizienz muskelgetriebener Fahrzeuge kann durch aerodynamische Verbesserungen drastisch gesteigert werden. Der Luftwiderstand ist in der dritten Potenz abhängig von der Geschwindigkeit. Das bedeutet, dass er bereits bei 25 km/h weit größer ist als alle anderen Fahrwiderstände wie z. B. die Lagerreibung und die Rollreibung der Bereifung.
Der Luftwiderstand ist das Produkt aus der Stirnfläche und dem Luftwiderstandsbeiwert cw des Fahrzeugs. Ein herkömmliches Fahrrad hat etwa einen cw-Wert von 1,0, ein Tandem 1,1 und ein Liegerad etwa 0,8. Vollverkleidete Liegedreiräder können sogar einen cw-Wert von bis zu 0,11 erreichen.
Mit seiner Teilverkleidung stellt der Läufer einen Kompromiss zwischen widersprüchlichen Anforderungen her: Einerseits sollen die Fahrer frische Luft spüren und sich nicht eingesperrt fühlen. Andererseits wäre aus aerodynamischer Sicht eine geschlossene Form optimal.
Versuche im Windkanal der TU Darmstadt sowie numerischer Berechnungen mit der Simulationssoftware PowerFlow haben dazu beigetragen, den besten Kompromiss zu finden.